JA, DER LIEBE ALLTAG

WUFF und HALLO - ich bin NIMOEH – kurz Nimih genannt - ein Airedale Terrier Mädchen.

 

Ihr wisst ja, ich hör immer ganz genau zu, wenn mein Frauchen mit anderen Frauchen oder Herrchen redet, und da höre ich dann ganz oft folgendes: „Am Trainingsplatz ist mein Hund sowas von brav, dort macht er alles richtig, aber im Alltag funktioniert so gut wie gar nix!“

Mein Frauchen antwortet dann immer: „99% Ihrer Zeit mit ihrem Liebling verbringen sie im Alltag, und vielleicht wenn´s gut geht 1% am Trainingsplatz. Daher muss das Verhalten im Alltag eben im Alltag trainiert werden!“  ... hmmmm ganz schön viel Alltag, oder???

 

Darum gibt’s bei WIITT auch das „Alltagstraining“ und da habe ich die letzten Male genau zugeschaut.

 

Am ersten Tag kamen Sie, drei Mensch-Hunde Teams. Ich hab mich gefragt ob das alle sind, weil am Trainingsplatz sind es oft 8 oder mehr. Mein Frauchen hat mich dann später aufgeklärt. Es sollen nur 3 Teams sein, denn sonst kann sie den WIITT Grundsatz „INDIVIDUELL INTENSIV" nicht durchziehen.

 

Also gut, da waren sie also: der Finn - ein junger, 9 Monate alter Berner Sennenhund, die Cora - ein einjähriges Pudelmädchen, und die Happy - eine 8- jährige, ruhige Labradordame. Also der Finn hat gleich bei der Begrüßung sein Frauchen um die Leine gewickelt und sie mit einem freudigen Sprung gehörig aus dem Gleichgewicht gebracht. Der Cora war alles andere wichtiger als ihr eigenes Frauchen, und die Happy hat gelangweilt gegähnt.

Puhhh, dachte ich mir, das ist keine einfache Gruppe für mein Frauchen.

 

Dann gings los.

Am ersten Tag in Karlstetten haben sie Aufmerksamkeitsübungen, Leine gehen, und einfache Kommandos wie Sitz oder Platz geübt. Damit wollte mein Frauchen erst einmal schauen, ob die Vierbeiner mit dem Alltagstraining starten können, oder ob noch an der Basis trainiert werden muss. Es kam wie ich mir es gedacht habe. Der Finn musste noch an der Basis arbeiten. Sein Frauchen und er sind dann ins Einzeltraining gegangen, um das Leinegehen noch zu üben. Die anderen zwei haben dann im Alltagstraining weitergearbeitet.

 

Am zweiten Tag ging´s dann in St. Pölten am Rathausplatz weiter. Dafür hat mein Frauchen ein detailliertes Programm ausgearbeitet. Die beiden Teams haben im Vorhinein einen genauen, schriftlichen Plan erhalten was geübt wird. Hundebegegnungen, Verhalten an Engstellen, enge Treppen rauf und runter gehen mit anhalten, die Tiefgarage usw. Das war für die Teams ganz schön anstrengend - ich glaube nach 50 min waren alle streichfähig … aber die ersten Erfolge waren klar zu sehen.

 

Am dritten Tag wurde es dann spannend ... mein Frauchen hat nämlich einen „Crash Test Dummy“ mitgenommen - nämlich mein Herrchen. Ich hab das lustig gefunden. Mein Herrchen hat einen riesen Einkaufswagen gezogen, dann ist er mit einem Stock daher gehumpelt, dann wieder ist er auf die jeweiligen Teams zugegangen und hat nach dem Weg gefragt. Dabei wurde trainiert, wie die Hunde auf leicht auffällige Menschen, die sich ungewohnt bewegen oder Krach verursachen (der Einkaufswagen rumpelte nämlich über das Steinpflaster) reagieren, bzw. wie sie sich verhalten, wenn sie von fremden Menschen angesprochen werden. Am Anfang war das für die Cora und die Happy schon recht ungewöhnlich und sie reagierten etwas skeptisch. Nach einigen richtigen Trainingsübungen war auch das hervorragend gelöst.

 

Am vierten und letzten Tag war dann der Bahnhof an der Reihe. Auch das war für beide völlig neu. Lift fahren, dann im vollbesetzten Lift fahren, am Bahnsteig bei einfahrenden Zügen ruhig bleiben, sich innerhalb von großen Menschengruppen, die alle hektisch herumlaufen sicher bewegen. Eine große Herausforderung vor allem für die kleine Cora. Aber auch für die ältere Happy war das nicht einfach. Zum Abschluss war dann das Verhalten in einem Lokal Trainingsthema. Dankenswerter Weise hat das der Bahnhofswirt erlaubt. War gar nicht einfach hier die Aufmerksamkeit der beiden zu halten und dann ruhig gemeinsam unter dem Tisch zu warten bis die Frauchens alle mit ihrem Kaffee fertig waren.

 

Nach den vier Trainingseinheiten die immer nach einem guten Plan verlaufen sind und bei denen die Frauchens auch immer mündliches und schriftliches Feedback mit Übungsanleitungen erhalten haben, habe ich mir gedacht:

„Echt cool so ein Alltagstraining – das macht den Alltag in der Stadt mit dem Hund gleich viel sicherer und viel entspannter“.  

Wenn auch noch nicht alles perfekt klappte, vieles hat sich verbessert und die Frauchens wissen jetzt genau, woran sie weiterarbeiten müssen – mit Plan!

 

Im November startet übrigens der nächste Durchgang Alltagstraining, da sollten Sie sich gleich anmelden!  

Übrigens beim Finn klappt´s in der Zwischenzeit schon deutlich besser mit dem Basiswissen, aber er ist halt so ein stürmischer Kerl ... da wird noch einiges an Übung notwendig sein - aber ich denke, im Dezember kann er – wenn er brav weiterübt – auch beim Alltagstraining von WIITT mitmachen. 

Achja ... nochwas gibt´s zu berichten ... WIITT d.h. mein Frauchen und ich waren in der Zeitung ... 

Bis bald 

Eure aufgeregte und stolze Nimih