DIE AUSSERIRDISCHEN UND ICH

WUFF und HALLO - ich bin NIMOEH – kurz Nimih genannt - ein Airedale Terrier Mädchen.

 

"Määäähhhh, määäääähhh", klingt es aus dem Kofferraum des großen, fremden Autos, das plötzlich bei uns im Hof steht. Mein Frauchen ist total aufgeregt, wir beide - der Merlin und ich - kennen uns nicht aus, sind aber auf alle Fälle auch einmal aufgeregt, weil ja das Frauchen aufgeregt ist … genau das hat sich vor 8 Monaten bei uns in der WIITT in Karlstetten abgespielt.

 

Irgendwie, muss ich Euch sagen, ist mir ja schon den ganzen vorigen Sommer die Aktivität bei uns und das dauernde sägen und hämmern, graben und betonieren von unserem Herrchen nicht ganz geheuer vorgekommen. Er hat über zwei Monate lange einen Zaun gebaut, dann einen Art Raum aus Holz mit einem Dach drauf – Merlin und ich haben schon gedacht, dass wir beide dort dann einziehen müssen – aber es kam ganz anders.

 

Aus dem fremden Auto wurden weiße Vierbeiner ausgeladen wie wir sie noch nie in unserem Leben zuvor gesehen haben. Vier Beine, weißes Fell, am Kopf drauf sowas wie zwei kleine Äste, Hängeohren, einen fremden Geruch und dann diese komischen Laute …..määähhh, määähhh.

 

„AUSSERIRDISCHE“, hat mir der Merlin zugebrummt, "die sind sicherlich nicht von dieser Welt."

Naja, im Nachhinein muss ich Euch sagen, es waren zwar offensichtlich keine Lebenwesen von einem anderen Stern, aber sie von weit weg aus dem Burgenland zu uns gereist. Spannend war dann, dass die vier Sonderlinge in den „Stall“ eingezogen sind, den das Herrchen gebaut hat.  Der Merlin hat das gar nicht gepackt. In den ersten Wochen ist der stundenlange vor dem Zaun gestanden und hat die Neuzugezogenen angestarrt. Die hatten aber gar keinen Genierer und haben einfach zurückgestarrt. Stundenlanges Wettstarren sozusagen.

 

Frauchen hat uns erklärt, dass es sich dabei um „Ziegen“ handelt - nie vorher gehört -, und dass die Ziegen nun bei uns bleiben und eine Ausbildung durchmachen, weil die einmal eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen müssen. Die Aufgabe wird sein, im tiergestützten Setting zu arbeiten. Sie hat mir das dann auch erklärt.

Die „Ziegen“ - es sind übrigens ganz seltene Kaschmirziegen - sollen dann im „Seniorenfitness- Training“, im „Führungskräfte-Training“, bei „Kräuterwanderungen“ und im „Ziegentrekking“ eingesetzt werden.

 

Jetzt - acht Monate später - habe ich mich schon ganz gut mit den Vieren, die übrigens Dino, Kasimir, Fridolin und Benjamin heißen, angefreundet. Manchmal bell ich sie an und sie meckern dann frech zurück.

Wenn ihr sehen wollt, was mein Frauchen mit die „Kaschmirboys“ macht, dann einfach  

Ich werde jetzt vielleicht meckern lernen – dann kann ich mit ihnen reden…

Eure jetzt mit den "Ausserirdischen" auf "Du-und-Du" seiende

  

Nimih