NEULICH BEIM TIERARZT

WUFF und HALLO - ich bin NIMOEH – kurz Nimih genannt - ein Airedale Terrier Mädchen.

 

Gestern war ich beim Tierarzt impfen, nicht grade das Gelbe vom Ei, aber es muss sein, sagt mein Frauchen immer. Also fuhren wir rauf zum „Joschi“, für mich ein ganz cooler Typ, der weiß wie er mit uns Hunden umgehen muss … und … es gibt dann immer von ihm ein ganz besonderes Leckerchen aus einer Kuh die muht - ich finde das ganz lustig.

 

Wir mussten im Wartezimmer warten, weil wiederum mächtig was los war. Das Warten ist super, da lerne ich immer allerhand andere Tiere kennen. 

Da sind andere Hunde, Katzen, und - in Schachteln und Körben - für mich oft ganz neue Tiere. Da war einmal ein Meerschweinchen, dann ein Hase, und letztes Mal sogar ein Vogel -  mein Frauchen hat „Papagei“ dazu gesagt.

 

Gestern war auch der "Tassilo" beim Tierarzt - das ist ein ganz junger, 10 Wochen alter Labrador Welpe - und der hat ganz viel gejammert und gejault. "Stellen Sie sich vor, der ist gestern am Welpenplatz in einer Hundeschule gebissen worden obwohl er doch noch so klein ist und bestimmt noch Welpenschutz hat“, hat sein Frauchen meiner HUFU erzählt.

„Ehrlich?“, fragte ich dem Tassilo. „Ja, ins Hinterbein, jetzt kann ich gar nicht mehr draufsteigen, und es tut ununterbrochen sehr, sehr, sehr weh“, antwortete der Kleine und bekräftigte das noch mit einem jämmerlichen Jauler.

 

Dann hörte ich die ganze Geschichte von seinem Frauchen. Sie waren auf dem Welpenplatz. Dort ließ sie der Trainer spielen. Es waren so an die 12 Hunde. Dann kam noch ein Hund dazu, der Zoro, ein 6 Monate alter Schäfer, der schon auf Halbstarker macht und gerne pöbelt.

 

Da kein anderer Hund in seiner Altersklasse da war, und er das erste Mal in der Hundeschule war,  sagte der Trainer: „Wir lassen den Zoro einfach mit den anderen Welpen mitspielen". Was für eine Freude für den Zoro. Quietschend sind die Kleinen in alle Richtungen davon gelaufen und er hintendrein. "Ich bin's, der Zoro, und schon ganz stark" ... er war voll in seinem Element.

 

Und ehe man sich es versah, hat er den Tassilo in eine Ecke gedrängt und ihn im Spiel ganz ordentlich in das Hinterbein gezwickt. Für den Zoro war's ein Zwicken, aber für den kleinen Tassilo war es ein ordentlicher Biss. "Das ist nicht so schlimm", hat der Trainer gesagt … aber weit gefehlt, heute saß der Arme jammernd beim Tierarzt.

 

Ich dachte mir, irgendwas ist da schief gelaufen. Bei meinem Frauchen läuft das doch ganz anders. Da dürfen nie mehr wie drei bis fünf junge Welpen in die Welpengruppe, und die werden dann ganz genau ausgesucht. Nie darf einer älter sein wie maximal 16 Wochen. Und wenn es ganz kleine sind, dann dürfen auch die in der 15-ten Woche nicht dazu. Dann ist das Frauchen auch immer ganz, ganz aufmerksam und wenn ein Kleiner zu pöbeln beginnt, dann wir er sofort mit irgendetwas ganz tollem abgelenkt, nie aber geschimpft oder gemaßregelt … "Sie verlieren sonst den Spaß und die Motivation", erklärt Sie dann immer.

 

Das hat schon einen Sinn wie mein Frauchen das macht dachte ich mir, als ich so den jammernden Tassilo betrachtete. Ganz traurig und auch ein wenig trotzig sagte mir dann der Tassilo: „Ich geh sicherlich nie, nie mehr in die Hundeschule, ich soviel Angst davor, mit mir nicht mehr“.

 

Na ob das so der richtige Weg ist, dachte ich mir und mache mir Sorgen um die Zukunft des kleinen Tassilos. Und das mit dem Welpenschutz dürfte wohl auch so ein Menschenmärchen sein.

 

"Wau" bis zum nächsten Mal

Eure - heute sehr nachdenkliche - Nimih

 

„Wuff??“